Kategorien
Lesetipps

Lesetipp – Warum wir andere Frauen so gnadenlos beurteilen

Werbung – Rezensionsexemplar

Sophie Passmann: Wie kann sie nur?

Wie kann sie nur?
Sophie Passmann

Gebundene Ausgabe, 240 Seiten
ISBN 978-3-462-00858-6
Erschienen am 12. März 2026 bei Kiepenheuer & Witsch (Werbung)
Eine Leseprobe und Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite.

Über den alltäglichen Wahnsinn, eine Frau (im Internet) zu sein – highly relatable!

Botox oder »in Würde altern«, zu viele Selfies auf Instagram posten oder jeden Beauty-Trend auf TikTok mitmachen? Frauen im Internet stehen unter ständiger Beobachtung. Jedes Like kann zur Anklage werden, jeder Kommentar zum Politikum. »Wie kann sie nur?« 

Sophie Passmann ist selbst Teil der widersprüchlichen Welt weiblicher Selbstdarstellung in den sozialen Medien. Radikal selbstkritisch seziert sie die Phänomene, die eine ganze Generation prägen: von der asketischen Disziplin einer Hailey Bieber über die kalkulierte Görenhaftigkeit von Charli XCX bis zur neurotischen Perfektion von Taylor Swift. Warum sind wir alle so fasziniert von Frauen, die uns etwas vormachen – und gleichzeitig hassen wir sie genau dafür?

Sophie Passmann betrachtet den Zeitgeist wie niemand sonst: klug, selbstreflektiert und höchst unterhaltsam.“

Verlagstext Sophie Passmann, Wie kann sie nur?, Kiepenheuer & Witsch 2026

Sätze wie Was hat sie sich bloß dabei gedacht? oder Wie kann sie nur? denken wir alle ab und an, oder? Manches, was andere Frauen real und/oder im Internet tun, ist wie ein Unfall, bei dem man nicht weggucken kann, oder einfach nur zum Fremdschämen. Dabei ist es egal, ob es um einen neuen TikTok-Trend geht oder das Outfit der Person, die einem in der S-Bahn gegenüber sitzt.

Dass mich sowas stresst, ist einer der Gründe, warum ich nicht mehr in den Socials bin und nur noch 22 Blogs lese. Im wahren Leben kann ich nicht vor allem weglaufen. Das digitale Leben kann ich mir freier gestalten.

Das Buch von Sophie Passmann, Jahrgang 1994, habe ich gelesen, weil mich der Blick auf die mediale Welt aus der Perspektive einer jüngeren Frau interessiert. Ich mag ihre sarkastisch-ironischen, ehrlichen und pointierten Formulierungen, die umso dichter an der Wahrheit sind, je absurder sie klingen.

„Es bleibt einem früher oder später keine andere Wahl, man muss ertragen, eine Frau geworden zu sein.“

Sophie Passmann, Wie kann sie nur?, Kiepenheuer & Witsch 2026, Seite 222

Zumindest, wenn man das Geschlecht nicht ernsthaft wechseln möchte … Das unterstreicht definitiv meinen Wunsch, im nächsten Leben als Mann geboren zu werden – und in jedem weiteren, falls ich weitere Leben führe. Den Stress als Frau tue ich mir nicht noch mal an. Im Buch finde ich interessant, wie Sophie Passmann auf andere Frauen blickt, sie seziert und sich auf der anderen Seite davon abgrenzt.

„Ich kann jede Version sein, die ihr von mir sehen wollt.“

Sophie Passmann, Wie kann sie nur?, Kiepenheuer & Witsch 2026, Seite 232

So wie man echten Menschen nicht hinter die Stirn gucken kann, bekommen wir im Internet noch viel mehr eine fein kuratierte Version einer Person präsentiert. Die Gedanken von Sophie Passmann dazu finde ich absolut lesenswert.

Das Buch besteht aus kurzen, essayartigen Beobachtungen zu Frauenbildern in Social Media, Popkultur und Alltag. Sophie Passmann verbindet eigene Erfahrungen mit prominenten Beispielen und kommentiert diese pointiert. Leser_innen, die sich für mediale Selbstbilder interessieren und eine persönliche, zugespitzte Perspektive schätzen, werden die Texte mögen.

Hand aufs Herz – wie oft denkst du: „Wie kann sie nur?“
Und wie oft richtet sich dieser Gedanke am Ende gegen andere Frauen statt gegen das eigene Urteil?

PS: Ich mag meinen Bauchnabel. Wirklich.

Du magst meine Beiträge und schätzt meine Arbeit? Über einen virtuellen Kaffee via PayPal => Ines’ Kaffeekasse freue ich mich. Herzlichen Dank!

Kategorien
Bloggen Lifestyle

Meine Blogroll: 22 Blogs, die ich regelmäßig lese

Werbung – Namensnennungen und Verlinkungen

Nachdem ich meine Blogroll stark reduziert habe, stelle ich hier die verbliebenen 22 Blogs vor, die mich inspirieren und denen ich gerne meine Lesezeit schenke. Ich kommentiere dort mindestens ab und an und schätze es, wenn Kommentare beantwortet werden.

22 Lifestyle-Blogs, die ich regelmäßig lese

  • Absolut ehrlich
    Die Beiträge von Romy über Lost Places lese ich am liebsten. Ihre Fotos bringen die Stimmung der verlassenen Orte zum Greifen nah rüber und lassen sie in Gedanken wieder lebendig werden.
  • biberkreativ
    Tanja näht ihre DIY-Projekte so exakt, dass es meinen Augen ein Fest ist.
  • Britta Langhoff
    Britta schreibt für alle, die mutig älter werden wollen und keine Angst davor haben, ihren eigenen Weg zu finden.
  • Buddenbohm & Söhne
    Maximilian tagebuchbloggt fast täglich aus Hamburg. Besonders gerne lese ich seine anschaulichen Beschreibungen von Situationen, bei denen in meinem Kopf sofort Bilder entstehen, die das Gefühl geben, dabei gewesen zu sein.
  • Christine Polz
    Christine reist an besondere Orte und zeigt als Fotografin Bilder, die echt und schön zugleich sind. Ihre Reise nach Rumänien hat mich schwer beeindruckt.
  • da sempre
    Sieglinde ist das Herz von da sempre – dem Onlineshop für schöne Dinge (und meine langjährigste Kooperationspartnerin). Im dazugehörigen Blog gibt sie Tipps für Frauen. Am liebsten lese ich ihre Urlaubsberichte (Werbung).
  • design bei gutschi
    Juttas Rubrik Lasst uns über Geld reden finde ich wichtig. Gerade Frauen reden viel zu wenig über Geld.
  • Draußen nur Kännchen
    Es gibt mehr als einen Blog mit diesem Namen. Ich meine den von Dr. Vanessa Giese. Die beruflichen Einblicke, zum Beispiel wie sie mit ChatGPT arbeitet, bringen mir praxisnahe Denkimpulse.
  • Einfach Leben
    Gabi schreibt über Minimalismus – in der Wohnung, im Leben und auch im Umgang mit digitalen Daten. Ihr Beitrag Kein Doctolib – keine Behandlung hat dazu geführt, dass ich die App-Einstellungen geändert habe. Genau aus solchen Gründen lese ich gerne Blogs. Ich ziehe daraus Ideen, die mein Leben verbessern.
  • Fran-tastic
    Fran zeigt regel- und unregelmäßig ihre Outfits der Woche. Dabei finde ich die stilistische Bandbreite faszinierend.
  • Kaffeekochen war gestern
    Bei Astrid lese ich die Beiträge über berufliche Weiterbildung am liebsten, besonders ihre Berichte von besuchten Events mit den Schilderungen, was für sie dabei hängengeblieben ist.
  • Katja Evertz
    Ihr Beitrag Das Imposter-Syndrom ist eine Lüge hat bei mir etwas zum Klingen gebracht, das mich überrascht und mir eine neue Sichtweise eröffnet hat.
  • LehrerInnenZimmer
    Herr Rau gibt unter anderem Einblicke in die Entwicklung des Unterrichts an einem bayerischen Gymnasium.
  • Life with a glow
    Bei Nicole bewundere ich die Fähigkeit, in jeder Woche das Seelenglück zu finden – egal, was ansonsten um sie herum oder mit ihr passiert. Ihre Lebensfreude klingt in jedem Beitrag durch. Außerdem legt sie im Gegensatz zu mir Wert auf maximale Vielfalt bei Outfits.
  • Lifestyle by Bine
    Sabines Farben sind für mich das Sinnbild für Lebendigkeit. Niemand steht so für Pink wie sie.
  • miteigenenhaenden
    Sibylle hat mich auf die Idee gebracht, Hackfleischbällchen auf Vorrat zu kochen. Es sind die einfachen Dinge in ihren Blogbeiträgen über Vorratshaltung und kostenbewusstes Kochen, die bei mir hängenbleiben.
  • Mitzi Irsaj
    Ob sie über sich oder andere schreibt: Es ist immer ein liebevoller Ton dabei – selbst, wenn ihr etwas Unangehmes passiert.
  • Nordisch-grün
    Birgit ist kürzlich in Rente gegangen und lässt uns einen Blick in ihre Erinnerungs-Schatz-Kiste werfen.
  • Queen All
    Vanessa schaut nicht nur im Alltag auf Details, sondern taucht gerne mal ab. Ihre Unterwasserbilder sind ein Traum.
  • Rostrose
    Traude liebt bunte Vintage-Kleidung und möchte jedes Tier flauschen.
  • Tinaspinkfriday
    Tina hat bei Mode Angst vor nichts. Außerdem hat sie größte und fantasievollste Taschensammlung, die ich je – virtuell und im echten Leben – gesehen habe.
  • Wo ist Philipp?
    Hast du schon mal so einen tollen Upcycling-Tannenbaum gesehen?

Blogs lese ich, weil dort echte Stimmen schreiben und nicht nur Inhalte produziert werden. Diese Blogroll zeigt die Blogs, die mich derzeit regelmäßig begleiten. Sie gehören fest zu meiner digitalen Lektüre.

Warum liest du Blogs?

Du magst meine Beiträge und schätzt meine Arbeit? Über einen virtuellen Kaffee via PayPal => Ines’ Kaffeekasse freue ich mich. Herzlichen Dank!

Kategorien
Lesetipps

Lesetipp: Drei Generationen der McAllister-Frauen

Werbung – Rezensionsexemplar

Muetter und Toechter von Claire Alexander

Mütter und Töchter
Claire Alexander

Paperback, Klappenbroschur, 416 Seiten
ISBN 978-3-442-49664-8
Übersetzt aus dem Englischen von Bettina Hengesbach
Originaltitel The Pieces of Us, Originalverlag Penguin UK
Deutsche Erstausgabe
Erschienen am 18. März 2026 im Goldmann Verlag (Werbung)
Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite. Ich habe es als E-Book gelesen.

„Die Floristin Cat McAllister nimmt das Leben, wie es kommt. Sie hat ihre 16-jährige Tochter Ruby allein großgezogen und einen eigenen kleinen Blumenladen aufgebaut. Als ihre Mutter Minnie mit nur 58 Jahren an Alzheimer erkrankt, zögert Cat keine Sekunde und nimmt sie bei sich auf. Doch dann stößt sie bei der Auflösung von Minnies Haus auf ein bestürzendes altes Dokument. Ist Minnie gar nicht die Mutter, die Cat so gut zu kennen glaubte? Unterdessen steht auch Cats Tochter Ruby vor einer schweren Entscheidung, als sie im Badezimmer auf zwei kleine blaue Striche starrt. Doch sosehr das Schicksal die drei McAllister-Frauen auch herausfordert, gemeinsam lässt sich das Leben einfach besser meistern …“

Verlagstext Claire Alexander, Mütter und Töchter, Goldmann Verlag 2026

Seit vor einiger Zeit eine Leserin kommentierte, dass sie nicht so gerne Bücher liest, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind, nehme ich beim Lesen bewusster wahr, wie es mir damit geht. Die Erkenntnis ist, dass ich Geschichten mit einer Ich-Erzählerin deutlich intensiver fühle. Das bedeutet, dass mich die Geschichte mitgenommen hat im doppelten Sinne, denn sie wird aus der Sicht von Cat heute und Beth in Rückblenden ab 1976 erzählt. Wer Beth ist, erfährst du im Verlauf des Buchs.

Cat geht sehr liebe- und verständnisvoll mit ihrer Mutter Minnie um und versucht, die Belastung irgendwie zu wuppen, als Minnie wegen der Alzheimer-Erkrankung nicht mehr alleine leben kann. Es fällt ihr schwer, Hilfe anzunehmen. Doch sie lernt, dass es ohne Hilfe noch schwerer für sie würde. Zu schwer. Unterstützung von der Pflegerin Lena und ihrer besten Freundin Lisa anzunehmen, macht es ihr möglich, den Alltag zu überstehen.

Und dann ist da noch Asim, Immobilienmakler, der Minnies Haus im Auftrag von Cat verkauft, damit mittelfristig die Pflege Minnies davon bezahlt werden kann. Der charmante Mann findet den richtigen Weg, damit Cat Vertrauen zu ihm fasst.

Ruby ist einerseits natürlich mit der Situation total überfordert, mit 16 versehentlich schwanger zu sein. Anderseits ist sie sich recht schnell klar, wie sie damit umgehen möchte. Da Cat selbst die Erfahrung einer frühen Schwangerschaft gemacht hat, kann sie sich gut in ihre Tochter hineinversetzen. Diese Herausforderung nehmen die drei McAllister-Frauen gemeinsam an.

Es ist ein gefühlvolles Buch, das nicht ins Kitschige driftet. Im ersten Drittel steht mir die Alzheimererkrankung von Minnie und Cats Umgang damit zu lange im Vordergrund. Mit Rubys Schwangerschaft und Cats Suche nach ihrer leiblichen Mutter nimmt die Geschichte Tempo auf und war ab da für mich spannender zu lesen. Die Auflösung zum Ende hin hat es für mich rund gemacht.

Ist das ein Roman für dich?

Du magst meine Beiträge und schätzt meine Arbeit? Über einen virtuellen Kaffee via PayPal => Ines’ Kaffeekasse freue ich mich. Herzlichen Dank!

Kategorien
Lesetipps

Lesetipp: Ein Neuanfang zwischen Tieren, Chaos und Selbstfindung

Werbung – Rezensionsexemplar

Gekommen um zu bleiben von Madeleine Becker

Gekommen, um zu bleiben
Unser Haus im Wald – Von Hühnern, Hürden und dem Zauber eines Neuanfangs
Madeleine Becker

Originalausgabe, Paperback, Klappenbroschur, 288 Seiten
ISBN 978-3-442-30241-3
Erschienen am 11. März 2026 im Goldmann Verlag (Werbung)
Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite.

„Madeleine Becker hat den Schritt gewagt: Gemeinsam mit Freund Lukas und zahlreichen borstigen, gefiederten und befellten Tierfreund*innen zieht sie in das Haus im Wald – einen alten Bauernhof in der Steiermark, den es erst einmal zu renovieren gilt. Klar, dass dabei nicht immer alles reibungslos läuft, vor allem aber findet die »Wald-WG« heraus, was es wirklich zum Glücklichsein braucht. Eine von der Abendsonne in goldenes Licht getauchte Obstwiese zum Beispiel, Krähen, die die Hühner vor Bussarden retten, einen Kater, der am liebsten im Gewächshaus schläft, und jede Menge Tomaten.

In der idyllischen Landschaft im Süden Österreichs kann Madeleine sich auf das Wesentliche besinnen: Wie kann ich Menschen- und Tierwohl bestmöglich vereinen? Was kann ich als einzelne Person im Kleinen für die Umwelt tun? Mit welchen Menschen möchte ich mich umgeben? Und nicht zuletzt die alles entscheidende Frage: Welches Leben möchte ich leben?

Verlagstext Madeleine Becker, Gekommen, um zu bleiben, Goldmann Verlag 2026

Auf das Buch bin ich über eine Promotion des Verlages gekommen. Ich kannte die Autorin zuvor nicht. Auf Instagram ist sie bekannt unter dem Profil @frau_freudig. Sie hat bereits zwei Bücher übers Landleben veröffentlicht: Erstmal für immer. Vom Hörsaal in den Kuhstall und Hin und weg. (Über)Leben auf dem Bauernhof – zwischen Kühen, Krisen und Kohlrabi. Das aktuelle Buch Gekommen, um zu bleiben beschreibt ihr Leben in ihrem Haus im Wald, das sie mit ihrem Partner Lukas 2023 bezogen hat.

Das Buch spielt zwischen 2023 und 2025 und ist tagebuchartig geschrieben, nicht wortwörtlich das ganze Jahr durch – es ist ein tagebuchartiges Resümee ihrer letzten zwei Jahre im Haus im Wald.

Madeleine und Lukas haben das Haus in der Weststeiermark in den Bergen als kleinen Bauernhof gekauft, um dort mit sieben Kühen, neun Wollschweinen, Hühnern, Katern, Kaninchen und auch ein paar unfreiwillig dazu gezogenen Tieren ein Zuhause zu finden.

Vorher waren die beiden von 2019 bis 2023 zusammen auf dem Hof seiner Eltern, die Milchviehwirtschaft betreiben. Dort gab es heftige Generationskonflikte und ziemlich viel Knatsch, sodass die beiden dann beschlossen, sich was Eigenes aufzubauen.

Der Untertitel des Buchs Unser Haus im Wald – Von Kühen, Hürden und dem Zauber eines Neuanfangs ist wörtlich zu nehmen. Es beginnt mit dem Neuanfang auf dem Hof im September 2023. Lukas und Madeleine sind fluchtartig aus Kärnten abgereist. Sie haben ihre Sachen quasi über Nacht eingepackt und mussten zusehen, dass sie irgendwie alles mitkriegen. Sie konnten noch ein paar Tiere nachholen und das war’s dann.

Es hat einen glatten Schnitt zu Lukas‘ Familie gegeben. Was davor passiert ist in dem Generationenkonflikt, weiß ich nicht. Das wird man vermutlich in den beiden Büchern erfahren. Fakt ist, sie haben komplett den Kontakt zur Familie abgebrochen und wollen sich im Haus im Wald was Neues ausbauen.

Madeleine geht neben der umfassenden Arbeit auf dem Hof weiter ihrer Berufstätigkeit als Autorin und Content-Creatorin nach, Lukas arbeitet als Rettungssanitäter – erst noch in Vollzeit, dann reduziert er auf halbtags.

Bei der Renovierung des Hauses im Wald fallen ihnen immer wieder Hürden vor die Füße. Tiere büxen aus, machen irgendwas kaputt, Dinge stellen sich als ganz anders raus, als sie sich das vorher vorgestellt haben.

Nach vier Jahren Dauerstress auf dem Hof von Lukas’ Familie in Kärnten ist die neue Situation ungewohnt. Auf dem neuen Hof in der Weststeiermark versuchen sie, gemeinsam Fuß zu fassen. Zum ersten Mal sind sie wirklich nur auf sich selbst gestellt. Dieses Leben zu zweit kannten sie vorher so noch gar nicht.

Über die zwei Jahre hinweg, in denen das Buch spielt – es endet im September 2025, kommen immer wieder Praktikant_innen, Freund_innen und Helfer_innen auf den Hof, um die beiden zu unterstützen. Das klappt mal besser und mal schlechter. Am Ende entwickelt sich das Ganze zu einer Art Wald-WG mit wechselnden Bewohner_innen neben der Stammbesetzung Madeleine und Lukas.

Beide sind sehr glücklich mit der Situation, dass so viele Menschen, mit denen sie sich gut verstehen, auf den Hof kommen. Sie selbst haben kaum die Möglichkeit, den Hof zu verlassen, um Freund_innen oder ihre Familie zu besuchen, weil die vielen Tiere versorgt werden müssen.

Es ist eine sehr besondere Form von Lebensraum, die Madeleine und Lukas sich dort geschaffen haben. Sie bietet viel Gestaltungsspielraum und Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln. Manche Dinge gehen schief, manchmal sogar wortwörtlich. An anderen wächst man schnell. Und manchmal wächst einem dabei auch eine unbezähmbare Glyzinie über das Dach.

Vom ersten Satz an war ich beim Lesen direkt drin in der Geschichte. Ich hatte das Gefühl, ich lebe mit auf diesem Hof. Ich sehe das, ich fühle das. Es gibt einen Schwung Farbbilder in dem Buch zur Vervollständigung der Eindrücke.

Die Bilder habe ich erst an den jeweiligen Stellen im Buch angeguckt und nicht vorgeblättert, weil ich mich davon nicht beeinflussen wollte in meiner Vorstellung. Die Bilder, die beim Lesen in meinem Kopf entstanden sind, vielleicht auch ein bisschen geprägt vom Titelbild, passten zu den Fotografien, die dann im Buch zu sehen sind. Das spricht für die bildhaften Texte der Autorin.

Für wen ist das Buch was?

Wer Interesse daran hat, das Leben einer Anfang-30-jährigen Frau kennenzulernen, die einen unkonventionellen Lebensweg gewählt hat, wird Freude am Buch haben. Sie stürzt sich mit Kopf, Herz und Händen in Projekte, geht darin völlig auf und handelt mit Leidenschaft – manchmal bis zum Verzweifeln und darüber hinaus.

Auch Menschen, die gerne mit Tieren leben oder sich so ein Leben vorstellen können, werden Gefallen an der Geschichte finden. Wer denkt, ein kleiner Hof mit ein paar Tieren sei einfach zu bewirtschaften, kann außerdem noch einiges lernen: Was gut klappt, was man besser anders macht und was man besser bleiben lässt.

Madeleine Becker fasst ihre Learnings im Buch teilweise in Listen zusammen. Sie zeigt, was der Garten, die Tiere oder das Haus ihr im Laufe dieser zwei Jahre beigebracht haben. Sie ist Gekommen, um zu bleiben. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob es so ist.

Wie würdest du gerne leben?

PS: Falls du dich wunderst, dass meine Sprache in diesem Blogbeitrag ein bisschen anders als gewohnt klingt, liegt das daran, dass ich den Text nicht getippt, sondern ihn als Sprachnachrichten eingesprochen und in Text habe umwandeln lassen. Ich spreche ausführlicher, als ich schreibe. Dazu interessiert mich dein Feedback.

Du magst meine Beiträge und schätzt meine Arbeit? Über einen virtuellen Kaffee via PayPal => Ines’ Kaffeekasse freue ich mich. Herzlichen Dank!

Kategorien
Fashion Minimalismus

Kleiderschrankinventur Frühjahr 2026 – Minimalismus im Alltag

Hallo Frühling!

Die dicken Jacken und Mützen sind gewaschen, die Kleider aus dem Winterlager befreit: Es ist Zeit für die Kleiderschrankinventur!

Kleiderschrankinhalt im März 2026 in Stückzahlen

Kleiderschrankinventur Frühling 2026 - Minimalismus in der Praxis
KategorieDetailsStückSumme
HosenJeans0
Stretchhosen4
Shorts1
Sommerhosen49
ShirtsTop0
T-Shirts Kurzarm12
T-Shirts 3/4 + 1/1-Arm214
Tuniken & Blusen99
Pullover & Co.Hoodies4
Pullover2
Strickjacken4
Rollkragenpullover111
Blazer11
KleiderGanzjahreskleider1
Sommerkleider23
Jacken & MäntelWollmäntel1
Winterjacken/-mäntel1
Westen1
Leichte Steppjacken1
Regenjacken/-capes6
Sommerjacke111
TextilaccessoiresSchals & Tücher25
Ponchos1
Hüte & Mützen5
Handschuhe2
Handstulpen236
SchuheStiefel0
Stiefeletten3
Sneaker1
Halbschuhe2
Sandalen3
Wanderschuhe211
Handtaschen88

Summe: 113 Teile

Nicht enthalten in der Tabelle sind Unterwäsche, Strumpfhosen, Leggings, Schlafzeug, Sportbekleidung, Hausschuhe, Gürtel, Schmuck sowie Brillen.

Veränderungen im Vergleich zum Herbst 2026

Kleiderschrankinventur Frühling 2026 - Minimalismus in der Praxis

Differenz: minus 10 Teile

Das sind übrigens 18 Teile weniger als im Frühjahr 2025. Der Anteil an Textilaccessoires ist immer noch immens. So wenig Bekleidung hatte ich vermutlich zuletzt mit Anfang 20 und mir fehlt nichts.

Weil der Schrank und die Garderobe derart luftig bestückt sind, räume ich in diesem Jahr den Schrank nicht saisonal um. Einzig die mobile Bettdecke kommt vielleicht Ende April in ein leeres Fach im Kleiderschrank, in dem sonst alle Winter-/Sommersachen außerhalb deren Saison lagen. Hoffentlich rächt sich das bei den Wollsachen nicht mit Mottenbefall. Die Schränke sind mit frischen Fallen ausgestattet, um das zu verhindern.

Fazit

Mal sehen, wie ich ohne Jeans durchs Leben komme und ob mir vier Hosen je kalter bzw. warmer Jahreszeit ausreichen. Das hängt auch ein bisschen vom Wetter ab.

Die orangefarbenen Sneaker kaufe ich nochmal als Backup – einfach weil es sie noch gibt und sie enorm gemütlich sind. Erfreulicherweise ist der Preis noch genauso wie im Vorjahr. Wenn ich mich in weites, kniebedeckendes Sommerkleid verliebe, bin ich offen dafür. Die orangerote leichte Steppjacke wird nach dem Frühjahr Gartenarbeitsjacke und verschwindet dann aus der Liste.

Wie bist Du für den Frühling/Sommer 2026 ausgestattet?

Du magst meine Beiträge und schätzt meine Arbeit? Über einen virtuellen Kaffee via PayPal => Ines’ Kaffeekasse freue ich mich. Herzlichen Dank!